[…] Es hat mich immer erfreut, dass es im Repertoire der Mosai Sinci das erstaunliche Wort „Zharroktal“ gibt. Gerade weil es keine Bedeutung hat, stieg es in der Jugendsprache zu einem beliebten Füllwort auf; zu einer rhetorischen Geste, mit der die Frustration darüber zum Ausdruck kommt, dass etwas in der eigenen Sprache nicht gesagt werden kann – vielleicht, weil es zu komplex ist, zu wirr, widersprüchlich oder neu. Ich lese das Wort soeben in violetten Buchstaben auf den Ruinen der Stadt und merke, dass Logik mich hier keinen Schritt mehr weiterbringt. Mein Weg führt hinein, in den schattigen Bereich der Parakonsistenz […] – Paul Valentin: „Formula“ (2023-heute)
Ein weiteres Mal verdunkelt sich der Ausstellungsraum der Galerie für die Einzelausstellung von Paul Valentin. Seine Arbeiten kreisen um philosophische Fragen, um Paradoxien und Dilemmata – und treiben das Denken an den archimedischen Punkt. Von dort aus führt jeder Schritt in der Ausstellung zur selben Frage: Was, wenn die Logik selbst das Hindernis ist? Wenn das binäre Schema von Richtig und Falsch, Verstanden und Unverstanden genau jene Bewegung blockiert, die zur Erkenntnis führt.